BGB § 475 Abweichende Vereinbarungen

Bürgerliches Gesetzbuch

(1) Auf eine vor Mitteilung eines Mangels an den Unternehmer getroffene Vereinbarung, die zum Nachteil des Verbrauchers von den §§ 433 bis 435, 437, 439 bis 443 sowie von den Vorschriften dieses Untertitels abweicht, kann der Unternehmer sich nicht berufen. Die in Satz 1 bezeichneten Vorschriften finden auch Anwendung, wenn sie durch anderweitige Gestaltungen umgangen werden.

(2) Die Verjährung der in § 437 bezeichneten Ansprüche kann vor Mitteilung eines Mangels an den Unternehmer nicht durch Rechtsgeschäft erleichtert werden, wenn die Vereinbarung zu einer Verjährungsfrist ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn von weniger als zwei Jahren, bei gebrauchten Sachen von weniger als einem Jahr führt.

(3) Die Absätze 1 und 2 gelten unbeschadet der §§ 307 bis 309 nicht für den Ausschluss oder die Beschränkung des Anspruchs auf Schadensersatz.

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Urteil vom Bundesgerichtshof (3. Zivilsenat) - III ZR 192/17
23. August 2018
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Urteil vom Bundesgerichtshof (8. Zivilsenat) - VIII ZR 83/16
22. November 2017
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Urteil vom Bundesgerichtshof (8. Zivilsenat) - VIII ZR 271/16
27. September 2017
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Urteil vom Bundesgerichtshof (8. Zivilsenat) - VIII ZR 278/16
19. Juli 2017
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Urteil vom Landgericht Wuppertal - 16 S 44/16
8. November 2016
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Urteil vom Bundesgerichtshof (8. Zivilsenat) - VIII ZR 103/15
12. Oktober 2016
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Urteil vom Bundesgerichtshof (8. Zivilsenat) - VIII ZR 49/15
13. Juli 2016
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Urteil vom Bundesgerichtshof (8. Zivilsenat) - VIII ZR 191/15
29. Juni 2016
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Urteil vom Bundesgerichtshof (8. Zivilsenat) - VIII ZR 261/14
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Urteil vom Bundesgerichtshof (8. Zivilsenat) - VIII ZR 38/15
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