ZPO § 227 Terminsänderung

Zivilprozessordnung

(1) Aus erheblichen Gründen kann ein Termin aufgehoben oder verlegt sowie eine Verhandlung vertagt werden. Erhebliche Gründe sind insbesondere nicht

1.
das Ausbleiben einer Partei oder die Ankündigung, nicht zu erscheinen, wenn nicht das Gericht dafür hält, dass die Partei ohne ihr Verschulden am Erscheinen verhindert ist;
2.
die mangelnde Vorbereitung einer Partei, wenn nicht die Partei dies genügend entschuldigt;
3.
das Einvernehmen der Parteien allein.

(2) Die erheblichen Gründe sind auf Verlangen des Vorsitzenden, für eine Vertagung auf Verlangen des Gerichts glaubhaft zu machen.

(3) Ein für die Zeit vom 1. Juli bis 31. August bestimmter Termin, mit Ausnahme eines Termins zur Verkündung einer Entscheidung, ist auf Antrag innerhalb einer Woche nach Zugang der Ladung oder Terminsbestimmung zu verlegen. Dies gilt nicht für

1.
Arrestsachen oder die eine einstweilige Verfügung oder einstweilige Anordnung betreffenden Sachen,
2.
Streitigkeiten wegen Überlassung, Benutzung, Räumung oder Herausgabe von Räumen oder wegen Fortsetzung des Mietverhältnisses über Wohnraum auf Grund der §§ 574 bis 574b des Bürgerlichen Gesetzbuchs,
3.
(weggefallen)
4.
Wechsel- oder Scheckprozesse,
5.
Bausachen, wenn über die Fortsetzung eines angefangenen Baues gestritten wird,
6.
Streitigkeiten wegen Überlassung oder Herausgabe einer Sache an eine Person, bei der die Sache nicht der Pfändung unterworfen ist,
7.
Zwangsvollstreckungsverfahren oder
8.
Verfahren der Vollstreckbarerklärung oder zur Vornahme richterlicher Handlungen im Schiedsverfahren;
dabei genügt es, wenn nur einer von mehreren Ansprüchen die Voraussetzungen erfüllt. Wenn das Verfahren besonderer Beschleunigung bedarf, ist dem Verlegungsantrag nicht zu entsprechen.

(4) Über die Aufhebung sowie Verlegung eines Termins entscheidet der Vorsitzende ohne mündliche Verhandlung; über die Vertagung einer Verhandlung entscheidet das Gericht. Die Entscheidung ist kurz zu begründen. Sie ist unanfechtbar.

Referenzen

Dieses Dokument enthält keine Referenzen.

Zitiert von

Beschluss vom Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen - 1 A 1856/20.A
20. Oktober 2020
1 A 1856/20.A 20. Oktober 2020
Beschluss vom Pfälzisches Oberlandesgericht Zweibrücken (3. Zivilsenat) - 3 W 41/20
2. Juli 2020
3 W 41/20 2. Juli 2020
Urteil vom Verwaltungsgericht Stuttgart - 14 K 20290/17
28. Mai 2020
14 K 20290/17 28. Mai 2020
Urteil vom Verwaltungsgericht Stuttgart - 1 K 5368/19
23. April 2020
1 K 5368/19 23. April 2020
Beschluss vom Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz (8. Senat) - 8 A 11701/19
12. Februar 2020
8 A 11701/19 12. Februar 2020
Beschluss vom Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen - 4 A 524/19.A
6. November 2019
4 A 524/19.A 6. November 2019
Urteil vom Verwaltungsgericht Gelsenkirchen - 8 K 9489/17
10. Oktober 2019
8 K 9489/17 10. Oktober 2019
Beschluss vom Sächsisches Oberverwaltungsgericht (4. Senat) - 4 L 115/18
16. Mai 2019
4 L 115/18 16. Mai 2019
Urteil vom Verwaltungsgericht Karlsruhe - 11 K 1830/18
4. April 2019
11 K 1830/18 4. April 2019
Beschluss vom Bundessozialgericht - B 5 R 192/18 B
13. Dezember 2018
B 5 R 192/18 B 13. Dezember 2018