BGB § 839 Haftung bei Amtspflichtverletzung

Bürgerliches Gesetzbuch

(1) Verletzt ein Beamter vorsätzlich oder fahrlässig die ihm einem Dritten gegenüber obliegende Amtspflicht, so hat er dem Dritten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Fällt dem Beamten nur Fahrlässigkeit zur Last, so kann er nur dann in Anspruch genommen werden, wenn der Verletzte nicht auf andere Weise Ersatz zu erlangen vermag.

(2) Verletzt ein Beamter bei dem Urteil in einer Rechtssache seine Amtspflicht, so ist er für den daraus entstehenden Schaden nur dann verantwortlich, wenn die Pflichtverletzung in einer Straftat besteht. Auf eine pflichtwidrige Verweigerung oder Verzögerung der Ausübung des Amts findet diese Vorschrift keine Anwendung.

(3) Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn der Verletzte vorsätzlich oder fahrlässig unterlassen hat, den Schaden durch Gebrauch eines Rechtsmittels abzuwenden.

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Beschluss vom Schleswig Holsteinisches Oberverwaltungsgericht (2. Senat) - 2 MB 17/18
5. November 2018
2 MB 17/18 5. November 2018
Urteil vom Schleswig-Holsteinisches Verwaltungsgericht (12. Kammer) - 12 A 224/17
1. November 2018
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Urteil vom Bundesgerichtshof (3. Zivilsenat) - III ZR 339/17
13. September 2018
III ZR 339/17 13. September 2018
Beschluss vom Bundesgerichtshof (3. Zivilsenat) - III ZR 363/17
30. August 2018
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Urteil vom Bundesverwaltungsgericht (2. Senat) - 2 C 10/17
30. August 2018
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Urteil vom Bundesgerichtshof (3. Zivilsenat) - III ZR 466/16
2. August 2018
III ZR 466/16 2. August 2018
Urteil vom Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt (2. Senat) - 2 L 45/15
18. Juli 2018
2 L 45/15 18. Juli 2018
Urteil vom Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt (2. Senat) - 2 L 46/15
18. Juli 2018
2 L 46/15 18. Juli 2018
Beschluss vom Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt (2. Senat) - 2 L 119/16
4. Juli 2018
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Urteil vom Bundesgerichtshof (3. Zivilsenat) - III ZR 187/17
21. Juni 2018
III ZR 187/17 21. Juni 2018