ZPO § 940a Räumung von Wohnraum

Zivilprozessordnung

(1) Die Räumung von Wohnraum darf durch einstweilige Verfügung nur wegen verbotener Eigenmacht oder bei einer konkreten Gefahr für Leib oder Leben angeordnet werden.

(2) Die Räumung von Wohnraum darf durch einstweilige Verfügung auch gegen einen Dritten angeordnet werden, der im Besitz der Mietsache ist, wenn gegen den Mieter ein vollstreckbarer Räumungstitel vorliegt und der Vermieter vom Besitzerwerb des Dritten erst nach dem Schluss der mündlichen Verhandlung Kenntnis erlangt hat.

(3) Ist Räumungsklage wegen Zahlungsverzugs erhoben, darf die Räumung von Wohnraum durch einstweilige Verfügung auch angeordnet werden, wenn der Beklagte einer Sicherungsanordnung (§ 283a) im Hauptsacheverfahren nicht Folge leistet.

(4) In den Fällen der Absätze 2 und 3 hat das Gericht den Gegner vor Erlass einer Räumungsverfügung anzuhören.

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Zitiert von

Beschluss vom Oberlandesgericht Naumburg (12. Zivilsenat) - 12 W 37/16, 12 W 69/16
21. September 2016
12 W 37/16, 12 W 69/16 21. September 2016
Beschluss vom Hanseatisches Oberlandesgericht (8. Zivilsenat) - 8 U 120/14
20. März 2015
8 U 120/14 20. März 2015
Beschluss vom Landgericht Bonn - 6 T 50/14
12. März 2014
6 T 50/14 12. März 2014
Urteil vom Landgericht Arnsberg - 3 S 11/14
25. Februar 2014
3 S 11/14 25. Februar 2014
Beschluss vom Landgericht Mönchengladbach - 2 T 62/13
10. Dezember 2013
2 T 62/13 10. Dezember 2013
Urteil vom Landgericht Karlsruhe - 4 O 510/05
27. Juli 2005
4 O 510/05 27. Juli 2005
Beschluss vom Landgericht Freiburg - 13 T 329/04
26. November 2004
13 T 329/04 26. November 2004