StGB § 56 Strafaussetzung

Strafgesetzbuch

(1) Bei der Verurteilung zu Freiheitsstrafe von nicht mehr als einem Jahr setzt das Gericht die Vollstreckung der Strafe zur Bewährung aus, wenn zu erwarten ist, daß der Verurteilte sich schon die Verurteilung zur Warnung dienen lassen und künftig auch ohne die Einwirkung des Strafvollzugs keine Straftaten mehr begehen wird. Dabei sind namentlich die Persönlichkeit des Verurteilten, sein Vorleben, die Umstände seiner Tat, sein Verhalten nach der Tat, seine Lebensverhältnisse und die Wirkungen zu berücksichtigen, die von der Aussetzung für ihn zu erwarten sind.

(2) Das Gericht kann unter den Voraussetzungen des Absatzes 1 auch die Vollstreckung einer höheren Freiheitsstrafe, die zwei Jahre nicht übersteigt, zur Bewährung aussetzen, wenn nach der Gesamtwürdigung von Tat und Persönlichkeit des Verurteilten besondere Umstände vorliegen. Bei der Entscheidung ist namentlich auch das Bemühen des Verurteilten, den durch die Tat verursachten Schaden wiedergutzumachen, zu berücksichtigen.

(3) Bei der Verurteilung zu Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten wird die Vollstreckung nicht ausgesetzt, wenn die Verteidigung der Rechtsordnung sie gebietet.

(4) Die Strafaussetzung kann nicht auf einen Teil der Strafe beschränkt werden. Sie wird durch eine Anrechnung von Untersuchungshaft oder einer anderen Freiheitsentziehung nicht ausgeschlossen.

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Urteil vom Verwaltungsgericht Koblenz (4. Kammer) - 4 K 117/20.KO
30. Juli 2020
4 K 117/20.KO 30. Juli 2020
Urteil vom Verwaltungsgericht Stuttgart - 1 K 4103/19
16. Juli 2020
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Urteil vom Verwaltungsgericht Stuttgart - 1 K 2196/19
18. Juni 2020
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Beschluss vom Oberlandesgericht Hamm - 4 RVs 55/20
14. Mai 2020
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Urteil vom Oberlandesgericht München - 2 Ws 130/20, 2 Ws 195/20
14. Februar 2020
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Beschluss vom Oberverwaltungsgericht des Saarlandes - 1 A 338/18
11. November 2019
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Beschluss vom Verwaltungsgericht Freiburg - A 14 K 2915/19
8. August 2019
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