Urteil vom Oberlandesgericht Köln - 6 U 75/25

Tenor

Auf die Berufung der Antragstellerinnen und unter Zurückweisung der Berufung der Antragsgegnerin wird das am 15.04.2025 verkündete Urteil der 14. Zivilkammer des Landgerichts Köln teilweise abgeändert, zur Klarstellung insgesamt wie folgt neu gefasst und im Wege der einstweiligen Verfügung angeordnet:

Der Antragsgegnerin wird es unter Androhung eines für jeden Fall der Zuwiderhandlung fälligen Ordnungsgeldes bis 250.000,00 EUR, ersatzweise Ordnungshaft bis zu sechs Monaten, oder Ordnungshaft bis zu sechs Monaten, im Wiederholungsfall Ordnungshaft bis zu zwei Jahren, jeweils zu vollziehen an ihrem satzungsmäßigen Geschäftsführer

verboten,

1.

a) einen nach Art oder Umfang wesentlichen Teil der Datenbank „ARD Mediathek“, wie sie in Anlage LLR 5, dort Ziffer 1. (Bl. 239 - 262 LGA) beschrieben ist, öffentlich wiederzugeben, indem sie laufend die jeweils aktuell darin enthaltenen Videos auf der Plattform „Z.“ verfügbar macht wie in Tenoranlage 1.1.1. wiedergegeben

und/oder

b) die ARD Mediathek zu vervielfältigen und/oder öffentlich wiederzugeben, indem sie laufend - ganz oder teilweise - die jeweils aktuell darin enthaltenen Metadaten zu den Videos (Titel, Begleittexte, Altersempfehlung/FSK-Einordnung, Vorschaubilder, Topbilder, Genre, Copyright-Angaben, URL der Videorohdaten) auf der Plattform "Z." verfügbar macht, wie in der Tenoranlage 1.1.2 wiedergegeben;

2.

a) die ARD Mediathek (ganz oder teilweise) zu vermarkten, indem sie Videos daraus auf der Plattform "Z." verfügbar macht, wie in Tenoranlage 1.2.1 wiedergegeben

und/oder

b) die ARD Mediathek inhaltlich zu verändern, indem sie Videos daraus auf der Plattform „Z.“ in abweichender Anordnung, abweichender Priorisierung, abweichender Kategorisierung, abweichender Nutzerführung und/oder unter Anzeige anderer Metadaten (einschließlich Vorschaubilder) verfügbar macht, wie in Tenoranlage 1.2.2 wiedergeben

und/oder

c) die ARD Mediathek technisch zu verändern, indem sie Videos daraus auf der Plattform „Z.“ über einen anderen Video-Player als den ARD-Media-Player verfügbar macht, wie in Tenoranlage 1.2.3 wiedergeben;

3.

a) im geschäftlichen Verkehr für ein eigenes Mediathek-Angebot die Bezeichnung „ARD-Mediathek“ wie in Tenoranlage 1.3.1 wiedergegeben zu nutzen, wobei die einzelnen Bilder in dieser Anlage jeweils mit „und/oder“ verknüpft sind

und/oder

b) im geschäftlichen Verkehr für ein eigenes Mediathek-Angebot die Bezeichnung „Das Erste“ wie in Tenoranlage 1.3.2 wiedergegeben zu nutzen, wobei die einzelnen Bilder in dieser Anlage jeweils mit „und/oder“ verknüpft sind

und/oder

c) im geschäftlichen Verkehr für ein eigenes Mediathek-Angebot die Internetadresse „Z.de/ard“ wie in Tenoranlage 1.3.3 wiedergegeben zu nutzen, wobei die einzelnen Bilder in dieser Anlage jeweils mit „und/oder“ verknüpft sind;

4.

auf der Plattform "Z." laufend die in der jeweils aktuellen ARD Mediathek enthaltenen Videos (ganz oder teilweise) unter Angabe von Titel, Beschreibung sowie Vorschaubildern verfügbar zu machen, wie in der Tenoranlage 1.4 wiedergegeben.

Die Kosten des Verfahrens 1. Instanz tragen die Antragstellerinnen je zu 1/54 und die Antragsgegnerin zu 5/6. Die Kosten des Berufungsverfahrens trägt die Antragsgegnerin.

Der Streitwert für das Berufungsverfahren wird auf 900.000,00 € festgesetzt (Berufung der Antragstellerinnen: 350.000,00 €; Berufung der Antragsgegnerin: 550.000,00 €).


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