Urteil vom Oberlandesgericht Hamm - 34 U 103/24

Tenor

Das Urteil des LG Essen vom 27.6.2024, Az. 6 O 33/24, wird abgeändert und wie folgt neu gefasst:

Die Beklagte wird verurteilt, an die Kläger 285.009,41 EUR nebst Zinsen hieraus i.H.v. 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 14.2.2024 zu zahlen.

Es wird festgestellt, dass die Beklagte verpflichtet ist, die Kläger von noch offenen Kaufpreisraten in Höhe von 94.569,16 EUR aus dem Kaufvertrag vom 28.12.2020 über den mit dem Sondereigentum an der Wohnung Nr. 9 verbundenen 473/10.000 Miteigentumsanteil an dem im Grundbuch des Amtsgerichts Solingen von C Blatt 01 verzeichneten Grundstück G01, Größe 3.441 qm, Gebäude- und Freifläche A-Straße #, im ehemaligen „Hallenbad B-C“, 00000 B, gem. Urkunde vom 21.4.2020 (UR.-Nr. ~/2020 des Notars Dr. D E in F), einschließlich der Übertragung/Zuweisung der darin begründeten, aufschiebend bedingten Sondernutzungsrechte an dem PKW-Stellplatz Nr. 3 sowie der Sondernutzungsrechte an der Terrassenfläche Nr. 9, freizustellen.

Es wird festgestellt, dass die Beklagte verpflichtet ist, die Klagepartei vom Zinsanteil sämtlicher ab dem 4.12.2025 fällig werdender Verbindlichkeiten einschließlich einer eventuellen Vorfälligkeitsentschädigung aus den folgenden Darlehensverträgen freizustellen:

Darlehens-Nr. 02, Kontonummer 03 bei der Volksbank H eG, mit einer Restschuld von 218.887,55 EUR im Dezember 2025 (vgl. Bl. II-1031 d.A.),

Darlehens-Nr. 04, Kontonummer 05 bei der Volksbank H eG, mit einer Restschuld in Höhe von 112.259,14 EUR im Dezember 2025 (vgl. Bl. II-1045 d.A.).

Die vorgenannten Verpflichtungen bestehen Zug um Zug gegen

Abtretung aller etwaigen Ansprüche der Kläger gegen die Verkäufer aus dem Kaufvertrag vom 28.12.2020

und aller etwaigen Ansprüche der Kläger aus den genannten Darlehensverträgen gegen die Darlehensgeberin auf Rückgewähr etwaiger dinglicher Sicherheiten nach Rückführung der Darlehen,

und der erlangten dinglichen Positionen der Kläger (der Anwartschaftsrechte) hinsichtlich des Sondereigentums an dem mit der Wohnung Nr. 9 verbundenen 473/10.000 Miteigentumsanteil an dem im Grundbuch des Amtsgerichts Solingen von C Blatt 01 verzeichneten Grundstück G01, Größe 3.441 qm, Gebäude- und Freifläche A-Straße #, im ehemaligen „Hallenbad B-C“, 00000 B, gem. Urkunde vom 21.4.2020 (UR.-Nr. ~/2020 des Notars Dr. D E in F), einschließlich der Übertragung/Zuweisung der darin begründeten, aufschiebend bedingten Sondernutzungsrechte an dem PKW-Stellplatz Nr. 3 sowie der Sondernutzungsrechte an der Terrassenfläche Nr. 9.

Es wird festgestellt, dass die Beklagte verpflichtet ist, den Klägern sämtliche zukünftige Schäden zu ersetzen, die auf dem Kauf des oben bezeichneten Mit- und Sondereigentums sowie der oben bezeichneten Sondernutzungsrechte beruhen.

Die Beklagte wird verurteilt, vorgerichtliche Anwaltskosten in Höhe von EUR 7.321,59 an die Kläger zu zahlen.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

Die weitergehende Berufung der Kläger wird zurückgewiesen.

Die Kosten der Nebenintervention tragen zu 97 % die Beklagte und zu 3 % der Nebenintervenient.

Die Kläger haben 47 %, die Beklagte hat 53 % der sonstigen Kosten des Rechtsstreits zu tragen.

Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar. Der jeweilige Schuldner darf die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung in Höhe von 110 % des aufgrund des Urteils vollstreckbaren Betrages abwenden, wenn nicht der jeweilige Gläubiger vor der Vollstreckung Sicherheit in Höhe von 110 % des jeweils zu vollstreckenden Betrages leistet.

Der Streitwert für das Berufungsverfahren wird auf 736.508,21 EUR festgesetzt.


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